ING-DiBa – Die Verlierer sind die Gewinner

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Hurrah! Wir haben gewonnen! Oder doch nicht? Furries For Kids wird, wie viele andere Vereine, vom Vereinstausender der ING-DiBa ausgeschlossen.

Der Grund: Seitens der Abstimmenden wurde zu viel betrogen.

„…..Bei diesen Vereinen wurden mindestens zwei Drittel der Stimmen über verdächtige E-Mail Adressen (zum Beispiel temporäre E-Email Adressen, E-Mail Adressen mit fortlaufenden Nummern, systematisches Sub-Adressing) generiert.“
Ing DiBa, Facebook

Aber alles der Reihe nach.

Vorgeschichte

Bereits das zweite Mal, wurde von der ING-DiBa der sogenannte „Vereinstausender“ für österreichische Vereine vergeben, welche es bis zum Ende einer festgelegten Abstimmperiode schaffen, genügend Menschen dazu zu bewegen, für ihren Verein abszustimmen. Zum Zweck der Abstimmung, gab es eine eigene Onlineplattform, die von der ING-DiBa zur Verfügung gestellt wurde. Diese erlaubte es den Nutzern, 3 Mal alle 24h per E-Mail abzustimmen. Ziel war es, unter die ersten 10 Plätze in der jeweiligen Kategorie (Vereinsgrösse) zu kommen. Wer dies erreichen konnte, durfte sich über 1000.- Euro an Vereinsunterstützung freuen.

Wie in einem früheren Beitrag berichtet, hat Furries For Kids tapfer um den angepriesenen Vereinstausender der Ing DiBa gekämpft und dank eurer vielen Stimmen, konnte bis zum 07. April 2015 ein respektabler 9. Platz errungen werden. Alle Vereine, die unter den vermeintlichen Siegern waren, warteten nun gebannt auf eine Reaktion der grosszügigen Bank.

Nun dauerte es eine Weile, bis alle Stimmen ausgewertet und die abgegebenen Stimmen auf deren Authentizität hin überprüft wurden. Bis Ende April hielt die Anspannung. Wurde für den Verein geschummelt? Würde man in der Rangliste abrutschen? Fragen über Fragen tummelten sich in den Köpfen der Vereinsleiter.

Dann lässt es die ING-DiBa so richtig krachen!

Gewinner verlieren. Verlierer Gewinnen.

Wie mittlerweile bekannt wurde, scheint keiner der Vereine, welche es unter die ersten 10 Plätze geschafft haben, tatsächlich gewonnen zu haben! Darunter natürlich auch „Furries For Kids“.

Weshalb? Die offizielle Stellungnahme, welche die entsprechenden Vereine per E-Mail erhielten, spricht von Betrug bei den abgegeben Stimmen. Es seien zu viele temporäre E-Mail Adressen und E-Mail Adressen mit fortlaufenden Nummern verwendet worden. Auch sei systematisches Sub-Addressing im Spiel gewesen. Man habe die nachfolgenden, stimmenstärksten Vereine (welche anscheinend seltener betrogen haben) nachgereiht und zu den Gewinnern erklärt.

Ein sprichwörtlicher Schlag ins Gesicht für alle eigentlichen Gewinner des Gewinnspiels.

Natürlich ergeben sich hier gleich mehrere Fragen:
Bis zu welchem Grad durfte geschummelt werden? Hätte man dies seitens der ING-DiBa von vornherein verhindern können? Hätte dies die ING-DiBa überhaupt verhindern wollen?

Fest steht, dass die Bank sich mit ihren Teilnahmerichtlinien gut abgesichert hat und es wohl sehr schwierig für die Vereine werden wird, hier mögliche Aktionen zu setzen.

Bei vielen Vereinsmitgliedern, welche sich mittlerweile in einer geschlossenen Facebook Gruppe zusammengefunden haben, macht sich mehr und mehr Unmut über die Aktion breit. Auch herrscht Konsens darüber, dass es sich die ING-Diba hier marketingtechnisch sehr leicht gemacht hat, schliesslich wurde mit der Teilnahme am Gewinnspiel ja exzessiv für die Bank Werbung gemacht und durch die Förderung von gemeinnützigen Vereinen die Kreditanstalt in ein überaus günstiges Licht gerückt.

Schlussendlich stellt sich allerdings die Frage, ob hier für die Bank noch positive Publicity übrigbleiben oder diese gänzlich durch die durchwegs negativen Beiträge der schlussendlichen Verlierer überschattet werden wird.

Weitere Schritte von Seiten der Vereine, welche es in die Top 10 geschafft hatten, sind abzuwarten.

Wir werden euch informieren, sobald sich eine weitere Entwicklung abzeichnet.

(mly)

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Ein Gedanke zu “ING-DiBa – Die Verlierer sind die Gewinner

  1. unci narynin schreibt:

    Wie heißt es immer so schön: „Der Rechtsweg ist ausgeschlossen“ und nachdem die teilnehmenden vereine keine geschäftsbeziehung eingegangen sind (oder?), werden sie auch keine leistung einklagen können und es bleibt der Diba völlig selbst überlassen, welche ergebnisse sie nun werten will.

    Ein paar mal habe ich auch mitgemacht (mit derselben mailadresse); das war wohl auch zulässig (auch das ist schon ein eigenartiges verfahren: je mehr zeit jemand reinsteckt, desto höher wird er gewertet?)

    Gefällt 1 Person

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