IMVUgate: Teil 2 – Alternative SoFurry

In einem früheren Beitrag haben wir die Begebenheiten des Verkaufs von Fur Affinity an IMVU genauer beleuchtet. Teil 2 beschäftigt sich heute mit einer Alternative zu Fur Affinity – SoFurry.

travleling_fox_moving_01Ich habe Toumal, den Gründer von SoFurry, um eine kurze Feature Tour gebeten und diese redaktionell aufbereitet. Nachdem ich mich über einiges davon selbst noch einmal schlau gemacht habe war ich positiv davon überrascht, wie viele Gedanken man sich bei SoFurry über Features gemacht hat, die einen echten Mehrwert gegenüber anderen Seiten bieten.

Geschichte

Die heute als SoFurry bekannte Seite gibt es schon seit 2002, damals noch unter dem Namen YiffStar. Es war eine Seite rein für geschriebene Werke und genießt auch heute noch diesen Ruf. Doch schon nach kurzer Zeit wurde das Angebot auf sämtliche Kunstarten erweitert und neben Stories wurden auch Bilder und Musik ins Sortiment aufgenommen.

SoFurry basiert auf den folgenden drei Grundwerten:

  1. Alle Formen der Kreativität sind wertvoll
  2. Eine offene Community, in der niemandem andere Werte aufgezwungen werden
  3. SoFurry versteht sich als langfristiges Projekt, das Stabilität vor kurzlebigen Hypes den Vorzug gibt

Künstler einfach unterstützen

Um neu angemeldeten oder noch relativ unbekannten Künstlern aus den Startlöchern zu helfen gibt es die „Featured Submissions“, die von Freiwilligen gewählt werden und auf der Startseite platziert sind. Auch werden regelmäßig Interviews mit den Künstlern (Artist Spotlight) und Autoren (Author Spotlight) geführt, ebenso gibt es regelmäßig Wettbewerbe.

Für Künstler auch von nicht unschätzbarem Wert ist ein gebührenfreier Marketplace. Auf diesem können Künstler bekannt geben, dass sie für Commissions zu haben sind. Genauso können Mitglieder Gesuche aufgeben, in denen sie beschreiben können, was sie sich zeichnen lassen wollen und in welcher Preisspanne sich das ganze bewegen soll.

Mitglieder können Künstlern auch ohne Geld in die Pfoten zu nehmen unter die Arme greifen, indem sie deren Submissions Tags hinzufügen, um deren Reichweite zu erhöhen. Dabei muss man eine Submission nicht einmal großartig mit Tags zupflastern, um ein möglichst großes Publikum zu erreichen.

Das hierarchische Tag-System von SoFurry erkennt, dass die Kategorisierung mit „Dog“ eine Untermenge von „Canine“ ist. Hat eine Submission also nur einen „Dog“-Tag (pun unintended) taucht sie automatisch auch in Suchen nach „Canine“ auf. Wenn man allerdings nicht will, dass jeder Tags auf der eigenen Submission platziert, kann man diese Funktion selbstverständlich auch deaktivieren.

„Zucht“ und Ordnung

SoFurry unterstützt auch die Sortierung der Galerie mit Ordnern. Diese werden beim Upload erstellt und jede weitere Submission kann in bereits bestehende einsortiert werden. Für Bilder gibt es einen Massenupload-Modus, der den Upload mehrerer Bilder in einer ZIP-Datei erlaubt. Darüber hinaus ist eine Angabe von mind. zwei Tags verpflichtend, damit die Suche auch ihren Zweck erfüllen kann. Dagegen sollte sich ein Künstler jedoch ohnehin nicht sträuben, denn es liegt in seinem eigenen Interesse seine Arbeiten einem breiteren Publikum verfügbar zu machen, indem es überhaupt in irgendeiner Art Suche gefunden werden kann.

Wo wir gerade bei Tags waren: Sie lassen sich auch umgekehrt verwenden. SoFurry erlaubt es jedem Mitglied eine „Love/Like/Tolerates/Hate“ Liste zu führen, in der festgehalten werden kann, welche Themen einen besonders interessieren, Themen die nicht unbedingt sein müssen und Themen über die man auch im vertrauten Freundeskreis nach literweise Alkohol bis zum Verlust der Muttersprache nur sehr ungern redet. Das hat nicht nur informativen oder kosmetischen Charakter sondern auch Auswirkung auf die Darstellung der gebotenen Inhalte.

Am Zahn der Zeit

Dass SoFurry seinen Wurzeln treu geblieben ist merkt man auch daran, dass es für den Upload neuer Schriftstücke einen WYSIWYG-Editor gibt, der die erweiterte Formatierung des Inhalts mittels HTML-Code erlaubt. Darüber hinaus können Geschichten inklusive Illustrationen im ePub Format heruntergeladen werden, um sie z. B. on-the-go auf einem eReader eurer Wahl, Android Handy oder Tablet (via Google Play Books) oder iPhone/iPod Touch/iPad (via iBooks) lesen zu können.

Neben den Moderatoren helfen auch Ambassadors (engl. „Botschafter“) den Mitgliedern, wenn sie Fragen zur Benutzung oder Probleme mit der Seite haben und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Und möchte man einmal seinen Namen ändern möchte kann man da auch einfach aus den Account-Einstellungen heraus tun.

Ein besonderes Schmankerl für die Roleplay-Liebhaber unter euch: SoFurry bietet direkte Unterstützung für RP-Charaktere. Diese können vom Profil aus erstellt werden und kommen in den RP-Foren und dem integrierten Chat zum Einsatz. Man kann sich beliebig viele Charaktere erstellen, alle mit eigenen Eigenschaften. Man ist auch nicht auf einen Charakter festgenagelt sondern kann sie nach Belieben jederzeit wechseln.

Darüber hinaus verfügt SoFurry als einzige Seite über einen integrierten Event-Kalender, in dem sich Livestreams, Veranstaltungen, Furtreffs, Fur-freundliche Events aber auch normale Events eintragen lassen und dort für jeden einsehbar sind. Die Sichtbarkeit eines Events lässt sich aber auch einschränken.

Generation Connected

Furries sind zweifelsohne oftmals technisch versiert und sehr mitteilungsbedürftig, deshalb gibt es auch eine Twitter-Integration. Nachdem eine neue Submission auf SoFurry veröffentlicht wurde, kann automatisch ein Tweet abgesetzt werden inkl. Vorschaubild. So sind die Twitter-Follower immer in Echtzeit up-to-date! Selbes gilt im Übrigen auch für Events, die man im Kalender eingetragen hat, Journals und andere Medientypen.

Wie man es auch von vielen anderen Seiten kennt kann man verschiedenste Kontaktdetails im Profil angeben und Seiten verlinken, auf denen man sonst noch so rumwuselt. Ist die gewünschte Seite nicht aufgeführt bleibt aber immer noch der Profiltext, welcher eigene Links erlaubt.

Auf SoFurry selbst gibt es auch ein Freunde-System, das über das einfache Abonnieren hinausgeht. So ist es möglich bestimmte Submissions nur für als Freunde markierte Mitglieder zu veröffentlichen.

Hervorzuheben ist auch, dass sich Mitglieder in Gruppen organisieren können. Beim Erstellen einer neuen Gruppe kann man auswählen, wer dieser beitreten kann bzw. ob der Beitritt abgenickt werden muss. Gruppen haben eigene Galerien und können eigene Foren unterhalten. Gruppenforen, denen man angehört, werden in der Forengesamtübersicht angezeigt. Darüber hinaus bekommt jede Gruppe auch ihren eigenen Chatroom. Des Weiteren können neue Submissions auch nur für Gruppen freigegeben werden.

Fortlaufende Entwicklung

SoFurry ist es wichtiger sich fortlaufend weiterzuentwickeln anstatt die Nummer 1 zu sein. Jedes Jahr kann man sich auf Neuerungen freuen. Im letzten Jahr wurde das RP-System implementiert und dieses Jahr stehten Verbesserungen am Marketplace und ein Neudesign der Hauptseite auf dem Plan. Der Sicherung dieser beständigen Entwicklung liegen ein modulares Design der Codebase und das Yii Framework zu Grunde. Ebenso werden erprobte Mittel wie z. B. Node.js für interaktive Anwendungen wie den SoFurry Chat eingesetzt.

Die Seite finanziert sich zum Großteil mit Spendengeldern. Auf der ganzen Seite sind nur 2 Werbebanner platziert (die hauptsächlich von Künstlern verwendet werden, um ihre Dienste anzupreisen und diesen zum aktuellen Zeitpunkt kostenlos angeboten werden). Das Geld wird für den Ausbau der Serverkapazitäten und die Senkung der Betriebskosten eingesetzt und die Rechnung gehe bisher sehr gut auf: die Kosten belaufen sich auf ca. $300 im Monat.

Worauf SoFurry auf keinen Fall bauen will sind Premium Accounts, um sich seine Betriebskosten zu sichern. Selbst wenn es mit den Rechnungen mal eng werden sollte, eine sofortige Schließung der Seite hätte das nicht zur Folge.

SoFurry stellt außerdem eine API zur freien App-Entwicklung bereit, sodass man für jede erdenkliche Geräteklasse oder Plattform eine eigene App entwickeln kann, ob jetzt Web-basiert oder auf einem Smartphone OS eurer Wahl. Derzeit bietet SoFurry solche Apps auch selbst an, die auf diese API zurückgreifen.

  • Eine Android App zum Zugriff auf die Seite über ein Smartphone-gerechtes Interface
  • Eine Android Live Wallpaper App, die das Hintergrundbild des Homescreens in einstellbaren Intervallen wechselt

Interessierte können sich die Dokumentation in der Wiki von SoFurry anschauen.

Nebenbei verriet mir Toumal auch, dass ein separates Team gerade noch an der Alpha-Phase einer neuen Seite bastelt: Crittr.

Crittr soll eine reine Bildergalerie werden, die das hochladen eines Bildes auf mehrere Seiten überflüssig machen soll. Sie richtet sich sowohl an Commissioner als auch Künstler. Sie soll SoFurry aber weniger ersetzen, als dass sie parallel neben SoFurry betrieben wird. Man wird in der Lage sein beides zu benutzen, aber dennoch nur einmal hochladen zu müssen.

Man darf gespannt sein, was sich die schlauen Köpfe von SoFurry in der nächsten Zeit noch alles einfallen lassen. Auf jeden Fall kann SoFurry mit anderen Community Seiten locker mithalten und bietet dazu noch das gewisse Extra, das es doch einzigartig macht.

sbn

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